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Das unbesiegbare, unsterbliche Nichts Leseprobe
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Mitte
2. Szene
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| Pizz.: | Aber bitte! Tut mir leid, dass ich Ihnen gar nichts bieten kann - |
| Rein.: | So ist es nicht gemeint. Das ist überhaupt nicht das Thema. Daran liegt´s nicht. |
| Pizz.: | Naja aber woran denn sonst? |
| Rein.: | An meinem Sohn. Und mir. Das ist so traurig, wie schlecht wir uns vertragen und miteinander auskommen, dass es nicht mal wenigstens an meinem Geburtstag anders ist. Einmal wenigstens! Aber nein. Woran das liegt, weiß ich nicht, und ich hab keine Ahnung, wie man das ändern könnte. |
| Pizz.: | Hmmm. Achso. Hm, was könnte man da machen? (was tun?) Nein, ich hab eine Idee! Senior -! |
| Rein.: | Ich bin gespannt und neugierig, aber Sie können ruhig du sagen. |
| Pizz.: | Schön, also ich bin die Pizzalina. |
| Rein.: | Pizzalina, ja, und ich bin der Reiner. |
| Pizz.: | Reiner, weil du heute Geburtstag hast, schenk ich dir, besonders, weil ich diese Traurigkeiten nicht vertragen kann, inklusive automatische Erfüllung - na? - drei Wünsche! |
| Rein.: | Ouuhh! Dankeschön. |
| Pizz.: | Das ist mal was, Reiner, was? |
| Rein.: | Tjaaah. Wünsche sind an und für sich immer frei. |
| Pizz.: | Ich sagte inklusive automatische Erfüllung, Reiner! Also wie im Märchen! Freu dich! |
| Rein.: | Egal was, oder nur sowas wie was auf die nächste Pizza soll? |
| Pizz.: | Nein, ganz egal was! Nur eine Bedingung!: die Pizza aus der Mülltonne muss wieder auf den Tisch! |
| Rein.: | Ja dann verzichte ich; ich esse keine Pizza aus der Mülltonne. |
| Pizz.: | Jaaah! Nein, natürlich wird sie frisch sein, neu und heiß und so weiter! |
| Rein.: | Also dann die Pizza neu plus drei Wünsche inklusive Erfüllung? |
| Pizz.: | Ganz genau. |
| Rein.: | Okay. Aber was soll ich mir wünschen, überleg ich schon die ganze Zeit. |
| Pizz.: | Ohhh, rabiata, hat wie im Märchen drei Wünsche frei und weiß nicht, was er sich wünschen soll! Reiner, das ist aber ganz und gar nicht richtig normal. |
| Rein.: | Jaaahh, wir leben eben nunmal nicht im Märchen, sondern in der Realität! Da sieht das Leben anders aus, und da ist es wieder anders, als es aussieht! |
| Pizz.: | So?! Na, sowas Blödes! Wünsch dir aber nun bloß nicht, dass das Leben so aussieht, wie es ist! Sowas geht nicht wegen - ja - wegen dem Aussehn eben. |
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Rein.: |
Ja, aber das wär´s gewesen. Was soll ich mir nun denn bloß wünschen? (was soll er sich wünschen?) Vielleicht einen Mercedes? |
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Pizz.: |
Geht auch nicht, tut mir leid: nur italienische Autos. Basta. |
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Rein.: |
War ja nur eine Frage. Dann vielleicht was für meinen Sohn, den Johannes? |
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Pizz.: |
Ja, du könntest ihn in eine DVD verwandeln. |
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Rein.: |
In eine DVD? Wieso denn das? |
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Pizz.: |
Wieso? Die stellst du ins Regal; wenn dir danach ist, spielst du sie ab, wenn nicht, steht sie nur da. |
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Rein.: |
Na ich weiß nicht. (was wünschen?) Nein, ich hab´s! |
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Pizz.: |
Na?! |
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Rein.: |
Ich wünsche mir, dass der Johannes als Sohn besser ist! |
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Pizz.: |
Dass er als Sohn besser ist? |
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Rein.: |
Naja, dass er - er soll - ich meine, er sollte - "besser" ist vielleicht nicht das richtige Wort. (wie soll er sein? Normal!) Genau! Einfach normal, einfach ganz normal! Ein ganz und gar normaler Sohn. Das kann doch eigentlich gar nicht zuviel verlangt sein. |
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Pizz.: |
Keine Ahnung. Hat sich bisher noch niemand gewünscht, etwas ganz Normales. Muss man einfach abwarten, was dabei herauskommt. Dann also los!
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